Wassertemperatur

Ein Naturbad macht eine Begrenzung der Wassertemperatur auf 23 °C erforderlich, weil das Gesundheitsrisiko mit der Temperatur steigt.

Schul- und Sportschwimmen erfordern Temperaturen von 25 °C bis 28 °C.

Die Argumente in Bezug auf die Wassertemperatur sprechen klar für eine Badsanierung als konventionelles Freibad.

 

Unser Fazit

Das Wasser in einem Naturbad weist immer Algen und Keime auf. Mit jedem Grad mehr an Wassertemperatur vermehren sich Mikroorganismen und Krankheitskeime besser und die Infektionsgefahr für die Badegäste steigt. Deshalb sollte gemäß Umweltbundesamt in einem Naturbad eine Wassertemperatur von 23 °C nicht überschritten werden. Zur Einhaltung der Temperaturvorgabe muss Frischwasser zugeführt werden.

In einem konventionellen Freibad ist die Desinfektionswirkung der Chlorierung auch bei höheren Temperaturen gewährleistet, womit Gesundheitsrisiken weitestgehend ausgeschlossen sind.

Die Wassertemperaturen in einem Naturbad liegen unter den vorgegebenen bzw. empfohlenen Werten für Wettkämpfe, Sport-, Vereins- und Schulschwimmen.

 

Im Detail

Die Frage nach der zu erreichenden Wassertemperatur wird kontrovers diskutiert. Das Umweltbundesamt weist deutlich darauf hin, dass eine Temperatur von 23 °C in einem Naturbad nicht überschritten werden soll.

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. sowie der internationale Schwimmverband World Aquatics fordern eine Wassertemperatur bei Wettkämpfen von 25 °C bis 28 °C. Für Vereins- und Schulschwimmen wird ganz allgemein eine Temperatur von mindestens 26 °C empfohlen.

 

Auskunft Umweltbundesamt (Annette Hummel) vom 04.11.2025 (Referenznummer: 120314):

„Zu Ihrer Frage ist generell zu sagen, dass in aquatischen Systemen wie z. B. Badegewässern und Kleinbadeteichen verschiedene Mikroorganismen natürlicherweise vorkommen, aber auch durch den Badegast eingetragen werden können. Unter diesen Organismen können auch Krankheitserreger wie z.B. Legionella species, Pseudomonas aeruginosa und Naegleria fowleri sein. In der Regel sind diese in geringen Konzentrationen vorhanden und vermehren sich bei den vorherrschenden niedrigen Temperaturen nicht. Steigt jedoch die Wassertemperatur so können sich diese Mikroorganismen vermehren und abhängig von der Temperatur bereits innerhalb eines Tages Konzentrationen erreichen, die zu einer Erkrankung führen können (z. B. Lungenentzündungen durch Legionella species, Ohrentzündungen durch Pseudomonas aeruginosa). Daher soll die Wassertemperatur in Kleinbadeteichen 23 °C nicht überschreiten und das Wasser auch nicht künstlich erwärmt werden, da bei höheren Temperaturen die Gefahr besteht, dass sich o. g. Krankheitserreger vermehren.“

„Generell ist es so, dass zum Auslösen einer Erkrankung die sogenannte Infektionsdosis notwendig ist, welche je nach Organismus unterschiedlich hoch ausfällt. So genügen zum Beispiel bei dem bereits erwähnten Pseudomonas aeruginosa einige wenige Erreger, weshalb der Höchstwert für dieses Bakterium im Kleinbadeteich mit 10 KbE/100ml festgelegt ist. Je höher die Temperatur, desto höher die Vermehrungsrate der meisten Bakterien, insbesondere derer, die an den menschlichen Organismus, also die hohe Körpertemperatur, angepasst sind.

Es ist daher wichtig, dass die Temperatur im Kleinbadeteich von 23 °C nicht überschritten wird und keine künstliche Erwärmung des Wassers erfolgt, was auch dem naturnahen Charakter dieser Bademöglichkeiten widersprechen würde.“.

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