Betrieb

„Im Vergleich zu herkömmlichen Freibädern sind solche mit biologischer Wasseraufbereitung […] pflegeintensiver.“ (Umweltbundesamt (2017), Rund um das Badewasser)

Die Argumente in Bezug auf den Betrieb sprechen klar für eine Badsanierung als konventionelles Freibad.

 

"Eine Beckenfolie im Naturbad müsste alle 12 bis 15 Jahre ausgetauscht werden, beträchtliche Kosten und große Mengen Sondermüll würden anfallen."

Helga Beikirch, Badische Zeitung vom 20.09.2025

 

Unser Fazit

Der Betrieb eines Naturbades ist insbesondere in Bezug auf Personalbedarf, Analyseaufwand und Wasserverbrauch deutlich aufwendiger und ressourcenintensiver als bei einem konventionellen Bad.

 

Im Detail

Personalbedarf

Das in einem Naturbad unvermeidliche Algenwachstum schränkt die Sicherheit der Badegäste im Hinblick auf die Rutschgefahr – insbesondere bei den Ein- und Ausstiegen – und die Sichttiefe im Wasser ein. Dies erfordert eine konsequente, regelmäßige Reinigung und besondere Sorgfalt in der Beaufsichtigung der Becken, was mit einem erhöhten Personalaufwand im Betrieb verbunden ist.

Die Beckenreinigung in einem Naturbad ist deutlich aufwendiger als in einem konventionellen Freibad. Eine vollautomatische Reinigung mit Beckenrobotern ist nicht möglich, da die sich zusetzenden Filter regelmäßig geleert und gereinigt werden müssen. Außerdem führen die umfangreichen Reinigungsarbeiten in der Regel zu Einschränkungen bei den Öffnungszeiten, so dass häufig kein Frühschwimmen angeboten werden kann.

In einem Naturbad muss das gesamte System der Becken in Verbindung mit den angeschlossenen, bepflanzten Filterbecken gepflegt werden. Es fallen dadurch auch spezifische gärtnerische Arbeiten an. Außerdem müssen regelmäßig Maßnahmen gegen unerwünschte Tiere ergriffen werden.

 

Analyseaufwand

Aufgrund der Keimproblematik in einem Naturbad ist die Überwachung der Wasserqualität von besonderer Bedeutung. Dies führt zu einem erheblich höheren Analyseaufwand. In deutlich kürzeren Abständen als in einem konventionellen Freibad müssen in einem Naturbad teure, mikrobiologische Analysen erstellt werden.

 

Wasserverbrauch

Die Wasseraufbereitung in einem Naturbad mit seinem großen Flächenverbrauch beruht im Wesentlichen auf einem Verdünnungseffekt. Das insgesamt hohe Wasservolumen in Verbindung mit der umfangreichen Frischwasserzufuhr zur Begrenzung der Wassertemperatur führt zu einem erheblich höheren Wasserverbrauch im Vergleich zu einem konventionellen Freibad.

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