Bautechnik
Wichtige Aspekte zum Baugrund, zu den Erdarbeiten und zum Beckenanstrich wurden in der Variante des Naturbads kostenseitig nicht berücksichtigt.
"Auch die IG möchte keine Verkleinerung der Wasserfläche, sondern das Schwimmbad in der jetzigen Form erhalten und es soll Schritt für Schritt saniert werden, wie in Zell und Wehr geschehen. Sollte das Bürgerbegehren Erfolg haben, muss die Stadt auch andere Alternativen prüfen, denn genau das ist das Anliegen der IG."
Peter Schelb, Schopfheim, Badische Zeitung
Unser Fazit
Für die Naturbadvariante relevante Baugrundaspekte wurden nicht geklärt und bewertet.
Die zur Umsetzung der Sanierung als Naturbad erforderlichen Erdarbeiten sind aus der Kostenaufstellung nicht zu ersehen. Ebenso fehlen die Entfernung und Entsorgung des alten Beckenanstrichs.
Im Detail
Baugrund
Zum Freibadgelände benachbarte Häuser müssen in sogenannten weißen Wannen errichtet werden. Diese besonders dichte Betonbauweise wird eingesetzt, wenn drückendes Grundwasser oder hohe Feuchtebelastung zu erwarten sind. Baugrunduntersuchungen im Schwimmbadbereich zur Klärung der entsprechenden Risiken, die beim Bau eines Naturbads in Bezug auf Grund- und Schichtenwasser vorliegen können, sind nicht bekannt gemacht und bewertet worden.
Erdarbeiten
In der Variante des Naturbads soll die Wasserfläche deutlich vergrößert werden. Dies bedingt entsprechende Erdaushub- und Betonarbeiten sowie die fachgerechte Entsorgung. Die damit verbundenen Kosten sind aus der vorliegenden Kostenaufstellung nicht zu ersehen.
Beckenanstrich
Im Rahmen der Schwimmbadsanierung muss der bestehende Anstrich im Becken entfernt werden. Dieser Anstrich enthält polychlorierte Biphenyle (PCB) und eventuell auch Asbest, beides Materialien, die als Sondermüll entsorgt werden müssen. Aus der Kostenaufstellung zum Naturbad geht diese Position nicht hervor.
